Wie beeinflussen Liquidität, Rentabilität und Sicherheit die Vermögensanlage?

by Christian
3 Minuten
Wie beeinflussen Liquidität, Rentabilität und Sicherheit die Vermögensanlage?

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Das magische Dreieck der Geldanlage

Immer wieder hört man in der Werbung Versprechungen von hohen Renditen der Geldanlage. In Zeiten der europäischen Nullzinspolitik ist jede Geldanlage, bei der man nicht durch die Inflation Geld verliert, ein Gewinn. Damit scheidet das klassische Sparbuch mittlerweile aus. Wie soll man sein Geld anlegen? Es tut mir leid, aber in diesem Artikel gibt es keine konkrete Anlagenberatung. Besser ist es, sich dabei an einen Profi zu wenden, wie zum Beispiel die Finanzberatung Basel.

Aber ich möchte ein paar grundlegende Informationen zu den drei wichtigsten Eckpfeilern der Geldanlage geben: Liquidität, Rentabilität und Sicherheit.

Ich habe dieses Prinzip (Magisches Dreieck der Geldanlage) vor Jahren während meines BWL-Studiums kennen gelernt. Meiner Meinung nach sollte es Schulstoff sein, da es sich auch auf andere Entscheidungsabläufe des täglichen Lebens anwenden lässt.

Begriffsdefinitionen

Liquidität

Die Liquidität beschreibt, wie schnell eine Anlage in Geld (sowohl Bargeld als auch Guthaben auf einer Bank) umgewandelt werden kann. Bargeld selbst ist maximal liquide. Eine Immobilie ist illiquide, da viele Voraussetzungen und Schritte notwendig sind, diese in Geld umzuwandeln.

Rentabilität

Beschreibt das Verhältnis von eingesetztem Vermögen und dem damit erzielten Ertrag. Erträge speisen sich aus Wertsteigerungen oder Ausschüttungen.

Sicherheit

Darunter versteht man den Erhalt des eingesetzten Vermögens. Kenngrößen können Wahrscheinlichkeiten eines teilweisen oder totalen Verlusts sein.

So wirken Liquidität, Rentabilität und Risiko zusammen

Ziel jeder Geldanlage sollte es sein, Liquidität, Rentabilität und Sicherheit zu maximieren. Leider sind alle drei Punkte konkurrierende Ziele. Verbessert man das eine, dann nur auf Kosten der Verschlechterung eines der beiden anderen Ziele oder aller beider.

Ein paar Beispiele:

Aktien haben eine hohe Rendite. Allerdings ist die Sicherheit niedriger, als beim Sparbuch (das Unternehmen, welches die Aktie zeichnete, kann aus dem Markt ausscheiden). Ebenso kann man seine Aktie nicht jederzeit verkaufen. Man benötigt einen Börsenplatz und einen Käufer.

Der Sparbrief der Bank hat auch eine relativ hohe Rendite im Vergleich zum Sparbuch, aber die Laufzeit ist meist sehr lang. Ein Sparbrief hat also eine sehr niedrige Liquidität, eine hohe Sicherheit (garantierter Zins, Schuldner ist oft der Staat), aber auch eine (im Vergleich zu riskanteren Anlagen) niedrige Rendite.

Zusammenfassung

Wer sein Vermögen anlegen will, sollte die drei Aspekte Liquidität, Rentabilität und Risiko stets im Blick haben und nach seinen eigenen Präferenzen entscheiden. Auch sollte sich niemand der Illusion hingeben, den Markt austricksen zu können. Wer eine hohe Rendite erwartet, bezahlt diese immer indem er eine Verschlechterung von Risiko und Liquidität in Kauf in Kauf nimmt.